Deep Purple in der SAP-Arena

Zum Geburtstag bekam ich von meiner lieben Frau 2 Karten für Deep Purple. Riesig. Und gestern wars dann soweit… auf in die SAP Arena. Wir müssen früh fahren, ist bestimmt Riesen Andrang. Wir fahren früh – 2 Stunden vorher… kein Mensch da. Parkplatz leer, Tore noch zu? Häh? Im Tag geirrt? Nö, stimmt, ach ja, da stehen ja ein paar und warten auch… und frieren, weil sie nicht rein dürfen. Wollen die die letzten Deep Purple-Fans erfrieren lassen???

1. Lerneinheit: Zu Rock-Konzerten mit Altrockern kommt man nicht zu früh… kurz vor Beginn (wirklich kurz vorher) wurds dann voll.

Na gut. Irgendwann durften wir rein, noch was getrunken und gegessen und runter in den Innenraum. Ziemlich vorne, da ja noch leer.
2. Lerneinheit: Angenehm. Fast nur ältere nette Herren mit Bauchansatz oder Bauch, keine Schläger und Chaoten. Und keine kreischenden Teens mit Schildern wie „….XXX, ich will ein Kind von dir…“ Und, praktisch: Alle in meiner Größenordnung – man kann sogar die Bühne sehen – früher waren die Leute halt noch was kleiner…

Irgendwann gings dann los, Vorgruppe Marillion kam auf die Minute pünktlich, waren ok, aber für meine Begriffe nicht der Reisser. Geschmackssache, sagte der Affe und biss in die Seife…

Und dann: Die Altrocker
Wie richtige Rocker sahen nur noch 2 der 5 aus. Der Sänger hätte auch als solider Manager durchgehen können, der Keyboarder sah aus wie mein ehemaliger Englischlehrer und der Drummer hatte einen solchen Ranzen, dass er kaum hinter seine Schiessbude passte.
Musik: Laut. Lauter. Noch lauter.
Richtig gut der Gitarrist und der Keyboarder. Die anderen könnens auch noch. Vor allem laut.
Nach 1,5 Stunden endlich Smoke on the water. Darauf schon den ganzen Abend gewartet. Die Halle tobt (tja, die älteren Herren…) und dann als Zugabe Black Night. Geil.
3. Lerneinheit: Hm, nett, aber in unserem Alter ists besser, die Platte oder CD aufzulegen, sich ein oder zwei Stücke mit Kopfhörer reinzupfeifen und gut ist. Und es ist vielleicht auch besser, mal irgendwann aufzuhören, bevors evtl. peinlich wird. Alles hat eben seine Zeit.

Nachspann: Die erste Veranstaltung, bei der sich vor den Herrentoiletten Schlangen gebildet haben. Und Sch…Organisation bei der Abfahrt. Geschlagene halbe Stunde gewartet, bis sich meine Autoschlange überhaupt mal bewegt hat. Da sollten sich die Arena-Leute was einfallen lassen.

Und noch ein Nachspann: Platte angehört. Klingt deutlich besser 😉 Und man kann sogar im Sessel liegen und ein Gläschen Wein dazu schlürfen

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